Am Samstag, dem 18. April, wurde das Evangelische Gemeindehaus in Stuttgart-Wangen zum Treffpunkt für Musikbegeisterte: etwa 240 Gäste erlebten das Frühjahrskonzert des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart, Abteilung Wangen. Unter dem Titel „Musikzug Highlights“ präsentierten die Musikerinnen und Musiker ihre persönlichen Favoriten aus vergangenen Jahren – ein abwechslungsreiches Programm, dargeboten sowohl vom Vorstufenorchester „Young Beats“ als auch vom Hauptorchester.

Den Konzertbeginn gestalteten die 25 jungen Talente der „Young Beats“ unter der Leitung von Tobias Veit. Mit dem energiegeladenen Stück „Rock Space“ eröffneten sie den Abend, bevor „Return of the Vikings“ die Zuhörenden klanglich in nordische Welten entführte. Auf das gefühlvolle „You’ll Be In My Heart“ folgten mit „Silver Creek Valley“ und „Iron Mountain“ zwei anspruchsvolle Werke, die die Nachwuchsmusikerinnen und -musiker mit bemerkenswerter Präzision und Spielfreude interpretierten. Das Publikum honorierte den Auftritt mit großem Applaus und forderte eine Zugabe, bevor die jungen Musikerinnen und Musiker die Bühne verließen.

Nach der Pause setzte der Musikzug mit seinen 46 Mitgliedern das Programm fort. Gleich zu Beginn sorgte das eindrucksvolle Werk „Hindenburg“, das an die Luftschiffkatastrophe erinnert, für eine eindringliche Atmosphäre im Saal. Durch das Programm führte Moderator Jens Nagler, der mit Charme und Humor auch den Hintergrund des Konzertmottos erklärte: anlässlich des letzten Frühjahrskonzerts mit Dirigent Bernd Sauer konnten die Orchestermitglieder ihre Lieblingsstücke aus der gemeinsamen Zeit auswählen. Nach über elf Jahren wird er zum Jahresende seine Tätigkeit beim Musikzug beenden.

Ein besonderer Meilenstein in dieser Zusammenarbeit war der Erfolg beim Bundeswertungsspielen der Feuerwehrmusik 2022 in Freiburg, bei dem das Orchester mit einer Goldmedaille in der Oberstufe ausgezeichnet wurde. Eines der damaligen Wettbewerbsstücke, „Oregon“, stand auch diesmal auf dem Programm und überzeugte erneut mit seiner musikalischen Vielfalt und anspruchsvollen Gestaltung – eine klangliche Reise durch den Nordwesten der USA.

Auch im weiteren Verlauf ließ die Begeisterung nicht nach: Die drei Sätze von „Where the river flows“ sowie die „Perger Polka“ wurden mit großem Applaus bedacht. Mit „Moment for Morricone“ zogen sich eingängige Melodien durch den Saal, die vielen Gästen im Ohr blieben – ebenso wie die bekannten Klänge aus „Queen in concert“.

Zum Abschluss wurde es mit „Two worlds“ aus dem Tarzan-Musical noch einmal besonders lebendig: Rhythmus- und Melodieinstrumente ließen den Dschungel musikalisch im Gemeindehaus entstehen. Ein sofortiges Konzertende war danach jedoch nicht möglich – das Publikum verlangte lautstark nach Zugaben. Erst nach drei zusätzlichen Stücken, stehenden Ovationen und langanhaltendem Applaus fand der Konzertabend seinen Abschluss. Für das Orchester bedeutete er den Höhepunkt intensiver Probenarbeit, für die Zuhörerinnen und Zuhörer ein eindrucksvolles musikalisches Erlebnis.